.

Anti Aging? Pro Aging!

Pro anstatt Anti Aging: Die wild&weiblich-Mitglieder bedankten sich mit ihrer Vorsitzenden Roswitha Prasser (sitzend, 2.v.l.) mit einem Feinkost-Öl und -Essig bei der Ernährungsberaterin Anja Schneider (sitzend Mitte) für den interessanten Vortrag. Foto: privat

Pro anstatt Anti Aging: Die wild&weiblich-Mitglieder bedankten sich mit ihrer Vorsitzenden Roswitha Prasser (sitzend, 2.v.l.) mit einem Feinkost-Öl und -Essig bei der Ernährungsberaterin Anja Schneider (sitzend Mitte) für den interessanten Vortrag. Foto: privat

Ernährungsberaterin Anja Schneider informierte wild&weiblich-Unternehmerinnen über Ernährung und Bewegung mit zunehmendem Alter.

FRG/REG/PA/DEG (oi). Die Lebenserwartung der Menschen steigt. Der Körper altert und ist im Laufe eines Lebens vielen – auch manchmal negativen - Einflüssen ausgesetzt. Doch wie kann man seine Leistungsfähigkeit möglichst lange aufrechterhalten und mit ihr die Lebensqualität? Antworten auf diese Fragen gab Ernährungsberaterin/DGE Anja Schneider, Inhaberin der Firma Foodcoaching-Kopfsache, den wild&weiblich-Unternehmerinnen in ihrem Vortrag auf der Gutsalm Harlachberg bei Bodenmais.

„Ich habe mir erlaubt, das ursprünglich festgelegte Thema „Anti Aging“-Ernährung  umzuändern auf „Pro Aging“, erklärte Schneider zu Beginn ihres Vortrags und begründete diesen Themenwechsel mit:  „Es gibt nämlich keine Ernährung gegen das älter werden, wohl aber Empfehlungen, um das Leben im Alter mit Stil und know how zu genießen“.  Bereits ab 40 Jahren können Frauen in die Wechseljahre kommen. Das heißt, dass das vor dem Altern schützende Hormon Östrogen weniger wird und der Anteil des Hormons Testosteron steigt und „die Amazone in uns weckt“. Schneider: „Hormone haben eine große Wirkung in unserem Körper und wenn sich diese in den Wechseljahren einer Frau zwangsläufig verändern, dann führt das auch zu Veränderungen im Körper. Darmbeschwerden, steigender Fettanteil, sinkende Muskelmasse und schmerzende Gelenke sind ganz normale Entwicklungen, die frau akzeptieren muss“. Eine achtprozentige Gewichtszunahme pro Jahr nach den Wechseljahren sei ganz normal und eine Ernährungsumstellung allein führe nicht zum Ziel, wieder schlanker und beweglicher zu werden. „Bewegung wird mit zunehmendem Alter immens wichtig und das bitte nach dem Motto „je oller umso doller“, sagt Schneider schmunzelnd. Es ist wichtig, dass der Körper Muskeln aufbaut, denn Muskeln verbrauchen Kalorien und durch Sport werden die Gelenke geschmeidig gehalten. Allerdings sei eine gleichbleibende Bewegung nicht sinnvoll, sondern es sei die Abwechslung zwischen Anspannung und Ausdauer. Krafttraining sei zum Muskelaufbau ideal – dazu reiche es auch aus, zuhause mit Wasserflaschen als Hanteln zu trainieren. Der Besuch von Fitnessstudios habe allerdings den Vorteil, dort im sozialen Umfeld zu trainieren, was mehr motivierend sein könne, als allein im stillen Kämmerlein. Ob Schwimmen, Radfahren oder Laufen – der Wechsel zwischen Schnell und Langsam sei wichtig, damit sich Muskeln aufbauen können. Die körperliche Belastung solle man allerdings sachte steigern, da die Muskeln schnell wachsen, während sich Gelenke und Bänder nur langsam anpassen. Die Ernährungsfachfrau, die sich auch im Bereich der Tiefenpsychologie weitergebildet hat, berät bundesweit Sportler aber auch mittlerweile viele adipöse Menschen jeden Alters. „Ab einem BMI von über 30 kg/m² gilt man als adipös“, erklärt Schneider und leider steige diese Zahl auch gerade bei Kindern und Jugendlichen ebenso wie die Anfragen nach professioneller Unterstützung. Deshalb eröffnet Schneider im Mai neben ihrem Gründungsstandort in Deggendorf rechtzeitig zum 20-jährigen Firmenjubiläum eine zweite Praxis im Gesundheitspark Röhrnbach von Aurelian Susmann.

Eine sinnvolle und richtige Ernährung beinhaltet in erster Linie die Reduzierung der Kohlenhydrate. Ideal sei ein Teller, zur Hälfte gefüllt mit Gemüse und Salat, ein Drittel mit Eiweiß und ein Drittel Kohlenhydrate, rät Anja Schneider, die auch wild&weiblich-Mitglied ist. Empfehlenswert sei auch die Reihenfolge der Nahrungsaufnahme. Beginnt man mit Eiweiß, Salat und Gemüse, dann könne es sein, dass man bereits satt ist und von den Kohlenhydraten gar nicht mehr soviel aufnimmt. Besonders wirkungsvoll seien auch ein Hafertag in der Woche. Dazu gebe es ausreichend Rezepte wie Porridge oder Hafersuppe. Diese Tage verbessern den Zucker-Stoffwechsel und wirken sich positiv auf die Abnehmfähigkeit aus, weiß die Referentin.

Nach ihrem Vortrag beantwortete Anja Schneider noch viele Fragen der zahlreich erschienenen Unternehmerinnen. Die Vereinsvorsitzende Roswitha Prasser bedankte sich im Namen aller Teilnehmerinnen für die umfangreichen und sehr interessanten Ausführungen mit einem feinen Nussöl und einem Himbeeressig aus dem Feinkostladen della vita. Bei gesunden Gerichten aus der Gutsalmküche ließ man den Abend in entspannter Atmosphäre hoch auf dem Harlachberg ausklingen.