Handgefertigte Lederhosen begeistern wild&weiblich

wild&weiblich-Vereinsvorsitzende Roswitha Prasser (re.) und stellvertretende Vereinsvorsitzende Birgit Esker (li.) bedankten sich bei Maria Freund für die ausführliche Betriebsbesichtigung und zeigten sich begeistert von der Vielfältigkeit der handgefertigten Lederhosen „made in Grafenau“.

Unternehmerinnen besichtigen das neue Firmengebäude der Freund Trachten & Lederhosen Manufaktur - Flexible Arbeitszeiten für die Näherinnen

 

Grafenau (oi). Das Interesse für den jüngsten wild&weiblich-Unternehmerinnentreff war bemerkenswert groß: Grund dafür war die Betriebsbesichtigung der Firma Freund Trachten & Lederhosen Manufaktur und der Blick hinter die Kulissen einer Lederhosenproduktion.

Firmeninhaberin Maria Freund, die auch Vereinsmitglied ist, begrüßte die zahlreichen Teilnehmerinnen aus den Landkreisen Freyung-Grafenau, Regen, Passau und Deggendorf in ihrer erst Ende letztes Jahres eröffneten Firma. In einer Rekordbauzeit von knapp einem halben Jahr entstand auf 500 Quadratmetern Fläche das neue Produktions- und Verkaufsgebäude. „Wir beschäftigen hier derzeit 24 Näherinnen in Voll- und Teilzeit“ erklärt die Inhaberin. Dabei nehme sie Rücksicht auf ihre Mitarbeiterinnen und räume diesen flexible Arbeitszeiten ein, damit sie Beruf und Familie vereinbaren können.  

Die zierliche Unternehmerin skizzierte kurz ihren beruflichen Werdegang, in dem es wie in jeder Firma Höhen und Tiefen gab. Heute leitet sie ein gesundes Unternehmen, das eher zu den seltenen unter den Handwerksbetrieben zählt. Neben einem gut sortierten Angebot an Trachtenbekleidung namhafter Hersteller steht vor allem die handgefertigte Lederhose im Mittelpunkt des Unternehmens. „Lederhosen aus Grafenau sind gefragt und das in Deutschland und im angrenzenden Österreich“, freut sich Maria Freund. Ihr Fachwissen und die Schneiderkunst sind aber auch bei Vereinen sehr begehrt. „Wir arbeiten oft alte Vereinstrachten nach, wenn neue Mitglieder einem Verein beitreten und bieten dazu ein großes Ausstattungsprogramm für alle Vereine an“, erzählt die vielseitige Unternehmerin.
Den Erfolg ihres Unternehmens begründet Maria Freund damit, dass sie einerseits engagierte Mitarbeiterinnen an ihrer Seite hat und zum anderen damit, dass sie ihren Beruf als Schneidermeisterin immer noch mit großer Begeisterung ausübt. „Schon als junges Mädchen war für mich klar, dass ich das Schneiderhandwerk erlernen wollte“, gesteht Freund und ergänzt: „Und schon während meiner Ausbildung hat mich die Lederhosenfertigung fasziniert“.

Diese stand dann auch im Mittelpunkt der Betriebsbesichtigung. Maria Freund führte die Unternehmerinnen durch das Lager und die Produktionshalle und erklärte dabei an den einzelnen Stationen und anhand einzelner Detailmuster die Entstehung einer Lederhose.
Begeistert wie alle Teilnehmerinnen, gratulierte Vereinsvorsitzende Roswitha Prasser zu dem gelungenen Firmen-Neubau und zeigte sich wie Maria Freund davon überzeugt, dass dieses Handwerk immer eine Zukunft haben wird.

Im Anschluss trafen sich die Unternehmerinnen noch im Mitgliedsbetrieb „Gleis 2“ und vertieften dort das Netzwerk,  tauschten Erfahrungen aus und knüpften neue Kontakte.

 


 

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