Unternehmerinnen besuchen niederbayerisches „Silicon Forest“

wild&weiblich-Vereinsvorsitzende Roswitha Prasser (3.v.l.) bedankte sich bei Professor Dr. Diane Ahrens (li.) für die ausführlichen Informationen und die Campusbesichtigung mit einem Blumenstrauß in den Vereinsfarben. Foto: privat

wild&weiblich-Vereinsvorsitzende Roswitha Prasser (3. v. l.) bedankte sich bei Professor Dr. Diane Ahrens (li.) für die ausführlichen Informationen und die Campusbesichtigung mit einem Blumenstrauß in den Vereinsfarben.

 

Grafenau (oi). Noch vor der offiziellen Eröffnung im September hatten die Mitglieder des Vereins „wild&weiblich-Unternehmerinnen im Dreiländereck Bayern-Böhmen-Oberösterreich e.V.“, jüngst die Gelegenheit, den neu erbauten Technologie Campus Grafenau (TCG), eine Forschungseinrichtung der Technischen Hochschule Deggendorf (THD), zu besichtigen.

Prof. Dr. Diane Ahrens, Leiterin des Campus Grafenau, informierte in einem Vortrag die Unternehmerinnen über die Geschichte des Campus und die aktuellen Projekte rund um die Themen Logistik, Einkauf, Supply Chain Management, Data Analytics und Big Data, Räumliche Entwicklung (eDorf) sowie Prognose und Business Forecasting.

Im Sommer 2010 wurde der Technologiecampus Logistik durch das Regionalmanagement Freyung-Grafenau und Firmen der Region initiiert.  Zwei Jahre später wurde der Campus vorläufig in einer ehemaligen Schule im Grafenauer Ortsteil Neudorf untergebracht. Nach der Genehmigung des Neubaus 2014 erfolgte ein Jahr später die Grundsteinlegung am oberen Stadtplatz in Grafenau und am 26. Januar dieses Jahres konnten die Mitarbeiter bereits in das neue Gebäude einziehen.

Aktuell sind 14 akademische Mitarbeiter (13 Vollzeit und eine Teilzeit) und zwei studentische Hilfskräfte in Grafenau beschäftigt. Ein hochqualifiziertes Team von Wissenschaftlern und Praktikern, bestehend aus Physikern, Mathematikern, Kaufleuten, Ingenieuren, Informatikern und Statistikern, arbeitet zusammen, beleuchtet Problemstellungen aus verschiedenen Blickrichtungen und entwickelt ganzheitliche und maßgeschneiderte Lösungen. „Wir arbeiten sehr interdisziplinär“ erklärt die Professorin Ahrens, „wir sind in erster Linie Forscher und nicht nur Berater. Was hier wächst, ist Wissenstransfer. Der Technologie Campus Grafenau arbeitet regional und überregional mit Partnern aus Wirtschaft und Bildung zusammen. Dazu existieren zahlreiche Kooperationspartner in den Forschungs- und Unternehmensprojekten der einzelnen Arbeitsgruppen. „Es ist ganz wichtig für ein Unternehmen, flexibel zu sein und sich immer mit dem Marktwandel auseinander zu setzen“, erklärt Prof. Dr. Ahrens den Unternehmerinnen.

Der Technologie Campus Grafenau betreut derzeit alle südbayerischen Gemeinden aus Ober- und Niederbayern sowie Schwaben, die sich als Modelldorf im Rahmen des Projekts „eDorf“ bewerben. „Ich hoffe natürlich, dass wir ein Modelldorf in diese Region holen können“, sagte die Campusleiterin zum Abschluss ihres Vortrags. Im Anschluss daran führte die Professorin die Unternehmerinnen drei Stockwerke durch das großzügig gestaltete Treppenhaus mit großformatigen Naturmotiven hinter Glas in Großraumbüros, Besprechungs- und Medienzimmer.

 


 

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